BetaB
Der Klimastress-Puffer: Glycin-Betain stabilisiert die Zelle in Hitze und Kälte.
BetaB ist ein Biostimulanz für Kulturen unter Klimastress. Kernwirkstoff ist Glycin-Betain, ein osmotisch wirksames Schutzmolekül, das die Pflanze auch selbst bildet — allerdings oft zu langsam, wenn eine Hitze- oder Kältewelle plötzlich einsetzt. Von außen zugeführt hilft es, den Wasserhaushalt und die Zellstrukturen in der Druckphase stabil zu halten. Ergänzt wird es durch Braunalgen- und Luzernen-Extrakt.
In der Praxis liegt der Nutzen dort, wo die Kultur in eine kritische Phase geht: Sommerhitze, ein Kälteeinbruch im Frühjahr oder die empfindliche Keim- und Anwachsphase. Auch beim Austrieb zeigt sich in der Anwendung ein gleichmäßigeres Bild.
Entscheidend ist der Zeitpunkt: BetaB arbeitet vorbeugend. Wir beraten Sie, an welcher Stelle im Kulturverlauf und in welcher Kombination der Einsatz für Ihre Kultur sinnvoll ist.
Wirkstoffe
- Glycin-Betain 10 % (osmotisch wirksames Schutzmolekül)
- Braunalgen-Extrakt
- Luzernen-Extrakt
- Folsäure
Wofür Sie es einsetzen
- Hitze- und Trockenstress in Sommerphasen
- Kältestress und schleppender Austrieb im Frühjahr
- Keimung und Anwachsphase
- Gleichmäßigere Blütenbildung
Anwendung
Blattspritzung, 0,25 %. Vorbeugend in klimatischen Druckphasen einsetzen, nicht als Reparatur nach dem Schaden. Wurzelanwendungen sicherheitshalber abregnen; nur ausreichend feuchte Pflanzen bei passender Witterung behandeln. Gebinde: 5 l.
Was die Forschung zeigt
Glycin-Betain, der Kernwirkstoff von BetaB, stabilisiert Zellen unter Klimastress. Die Schutzwirkung bei Hitze, Kälte und Trockenheit ist wissenschaftlich gut untersucht — sie greift allerdings nur unter tatsächlichem Stress und bei richtiger Dosierung.
- An Tagetes milderte eine Blattgabe von Glycin-Betain unter Hitzestress die Schäden: höhere Photosynthese, weniger oxidativer Stress, messbar kühlere Blätter. Sorwong & Sakhonwasee (2015), The Horticulture Journal 84(2):161
- Glycin-Betain wirkt als kompatibles Solut, stabilisiert Proteine und Zellmembranen und schützt das Photosystem II — die biochemische Grundlage der Stresstoleranz. Chen & Murata (2011), Plant, Cell & Environment 34(1):1
- Unter Trockenstress steigerte foliar appliziertes Glycin-Betain bei Salat den Ertrag um rund 18 % und die Wassernutzungseffizienz um 23 %; ohne Stress blieb der Effekt gering. Ibrahim et al. (2023), Scientific Reports 13:17274
Häufige Fragen
- Wann setze ich BetaB am besten ein?
- Vorbeugend, kurz vor oder zu Beginn einer Stressphase — also bevor die Hitze- oder Kältewelle die Kultur trifft. Glycin-Betain wirkt, indem es die Zelle stabilisiert; ist der Stressschaden bereits da, lässt er sich damit nicht mehr rückgängig machen.
- Ist BetaB für den Bio-Anbau geeignet?
- Ja, BetaB ist bio-tauglich und über die Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau gelistet.